Operative Therapie

Das leitende Ärzteteam der urologischen Belegabteilung am Kreiskrankenhaus Emmendingen ist auf verschiedenen Bereichen spezialisiert um Ihnen nahezu das gesamte Spektrum der urologischen Chirurgie anbieten zu können

Schwerpunkte

Gutartige Prostatavergrößerung

Greenlight- Laser Vaporisation (z.B. bei Marcumar, Plavix, Eliquis und anderen Blutverdünnern), Holmium- Laser Enukleation (bei starker Vegrößerung von 50 ccm und mehr), bipolare Prostataresektion: Die Urologie Emmendingen bietet im Kreiskrankenhaus die modernsten Therapieformen bei gutartiger Prostatavergrößerung an. Auch bei sehr großen Drüsen mit viel Adenomgewebe von weit über 100 ccm ist keine offene Schnitt- Operation mehr erforderlich. Lassen Sie sich hierzu in unserer Sprechstunde beraten

Blasenkrebs

Wird der Verdacht auf einen Blasentumor geäußert, ist eine genaue Diagnostik wichtig. In der Urologischen Belegabteilung im Kreiskrankenhaus Emmendingen können mit fluoreszierender Lichtverstärkung im Operationsmonitor auch kleinste, mit dem bloßen Auge nicht erkennbare verdächtige Strukturen sichtbar gemacht werden.

Nierenkrebs

Nierentumore müssen in den meisten Fällen entfernt werden, jedoch kann hier fast immer die schonende, minimalinvasive Operationstechnik (laparoskopische partielle Nephrektomie oder Tumorentfernung) verwendet werden. So muss auch bei vollständiger Entfernung der Niere (laparoskopische Nephrektomie) kein großer Hautschnitt erfolgen.

Sterilistaion / Vasektomie

Unsere Ärzte sind auf die Sterilisation beim Mann (Vasektomie, in der Regel ohne Narkose) spezialisiert. Darüber hinaus wird auch die Refertilisierung, das heißt die mikrochirurgisch noch weitaus aufwändigere Wiedervereinigung der Samenleiter zum Rückgängig machen einer Sterilisation erfolgreich durchgeführt (in Narkose unter Op- Mikroskop).

Inkontinenz

Harnsteine

Spezielle Methoden

Greenlight Laser

Gutartige Vergrößerung der Prostata
Schonende Behandlung mit Greenlight Laser
Seit Oktober 2006 steht verfügt die urologische Belegarztabteilung im Kreiskrankenhaus Emmendingen über einen sog. Greenlight Laser zur
Behandlung der gutartigen Prostata – Vergrößerung. Der Klinikaufenthalt kann damit deutlich verkürzt werden. Die gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) wurde bisher bei den meisten davon betroffenen Patienten medikamentös oder durch eine elektrische „Hobelung“ mit der Hochfrequenzschlinge (TUR-P) behandelt. Obwohl die TUR-P ein seit Jahrzehnten bewährtes Verfahren ist, zögern dennoch viele Patienten sich diesem Eingriff zu unterziehen. Gründe dafür sind unter anderem die Angst vor Blutverlust und einem längeren Krankenhausaufenthalt. Mit dem Greenlight-Laser, auch KTP-Laser (Kalium-Titanyl-Phosphat) genannt, kann das gutartig vergrößerte Prostatagewebe verdampft werden. Gleichzeitig werden durch die Laserenergie die Blutgefäße so effektiv verschlossen, dass dieses Verfahren auch bei Patienten angewendet werden kann, die blutverdünnende Medikamente einnehmen. Der Krankenhausaufenthalt kann unter diesen Voraussetzungen in der Regel auf 24 Stunden
begrenzt und der Katheter am Tag der Operation wieder entfernt werden. Die besondere Leistungsfähigkeit des KTP-Lasers, auch im Vergleich mit anderen alternativen
Operationsverfahren, erklärt sich aus den physikalischen Grundlagen. Die eigentliche Lichtquelle eines KTP-Lasers ist ein Nd: YAG Laser. Dessen Licht wird mit
einer Wellenlänge von 1064 nm ausgestrahlt und dann durch den Durchschnitt durch den KTP Kristall in seiner Frequenz verdoppelt und Wellenlänge halbiert. Licht mit einer Wellenlänge von 532 nm ist Bestandteil des grünen Bereichs des sichtbaren Spektrums. Im Körper wird es insbesondere von dem roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) absorbiert, dagegen kaum von Wasser. Die Eindringtiefe in das Gewebe ist mit 0,08 mm sehr gering. Diese Voraussetzungen erlauben die oberflächliche Abtragung von Gewebe eines gutdurchbluteten Organs wie der Prostata ohne die Gefahr ungewollte thermische Effekte in tieferen Gewebeschichten zu erzeugen. Solche tiefen thermischen Effekte, wie sie bei früheren Verfahren beobachtet wurden, können zum Verbleib von abgestorbenem Gewebe, langdauernden lokalen Ödemen und Nervenschäden mit daraus resultierender erektiler Dysfunktion (Impotenz) führen. Bei dem KTP-Laser kann dagegen unter Sicht Schicht für Schicht des gutartig vergrößerten Prostatagewebes abgetragen werden, ohne eine Verletzung der empfindlichen umgebenden Strukturen zu riskieren. Nicht eingesetzt werden sollte die Greenlight Laserverdampfung der Prostata bei Patienten. bei denen trotz einer bereits durchgeführten Gewebeprobe aus der Prostata ein bösartiger Tumor der Prostata nicht sicher ausgeschlossen werden konnte. In diesem Fall ist eine elektrische „Hobelung“ der Prostata vorzuziehen, da das hierbei gewonnene Gewebe anschließend mikroskopisch untersucht werden kann, um endgültige Klarheit über das eventuelle Vorliegen einer bösartigen Erkrankung zu bekommen.

ThULEP

Die ThuLEP(nahezu identisch mit HoLEP) ist eine moderne und bewährte Operationsmethode für die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Vor allem bei der Behandlung von größeren Adenomen (über 50 ml) findet dieses Verfahren eine perfekte Anwendung. Ab dieser Größe stoßen andere Methoden wie die TURP (transurethrale Resektion der Prostata oder herkömmliche Elektroresektion) und auch die ablative Laserverfahren (wie z.B. das Green light-Laserverfahren) zunehmend an ihre Grenzen.
Die Adenomgröße ist bei der ThuLEP nach oben hin nicht relevant; insofern ist dieses Verfahren eine schonende Alternative zur klassischen offenen Operation (Schnittoperation: offene Adenom-Enukleation, welche vielerorts – aus Mangel an Alternativen – noch angeboten wird). Das Operationsergebnis der ThuLEP ist dabei völlig identisch mit dem der offenen Operation, allerdings unvergleichbar schonender und weniger kompliziert. Die urologische Belegabteilung in Emmendingen verfügt mittlerweile über die Erfahrung von mehreren hundert solcher Eingriffe.

Brachytherapie

Brachytherapie des Prostatakarzimons – Heilen ohne Skalpell
Seed-Implantation (permanente Implantation)
Die permanente Brachytherapie („Kurzdistanzbestrahlung“) oder Seed-Implantation ist eine heilende und gleichzeitig schonende Form der Strahlentherapie, zur Behandlung des Prostatakarzinoms. In der vergangenen Jahren wurde sie immer häufiger, insbesondere in Amerika, als Alternative zur radikalen Prostatektomie eingesetzt. Dieses schonende Verfahren wird in unsere Belegabteilung bis zu 100 mal jährlich durchgeführt.
Mithilfe spezieller Hohlnadeln wird die Strahlenquelle in Form von winzigen radioaktiven Implantaten (Seeds) bei diesem Verfahren direkt in der Prostata eingebracht. Als radioaktive Quelle wird Iod (I-125) eingesetzt. Auf diese Weise können Strahlendosen von ungefähr 145 Gray direkt in der Prostata mit Schonung der umliegenden Organe verabreicht werden. Die Implantate verbleiben in der Prostata und geben die Strahlung über mehrere Monate unmittelbar in das Tumorgewebe ab.
So wird das Prostatakarzinom allmählich zerstört, ohne, dass das umgehende Gewebe einen wesentlichen Schaden erleidet.

Laparoskopie

Die Urologische Belegabteilung im Kreiskrankenhaus Emmendingen ist im Bereich der großen Urologischen Chirurgie auf minimalinvasive Verfahren spezialisiert, daher werden die meisten Eingriffe dieser Art minimalinvasiv/ laparoskopisch durchgeführt:

Nierenbeckenplastik (nach Anderson-Hynes) bei Nierenbeckenabgangsenge

Radikale Prostataentfernung ( laparoskopische radikale Prostatektomie) mit Lymphknotenentfernung, insbesondere in nervschonender, potenzerhaltender Technik

Nierenetfernung (wenn erforderlich auch mit gleichzeitiger Harnleiterentfernung) und Nierentumorentfernung

Lymphknotenentfernung im Becken

Sog. Varicocelenclipping bei Varicocele testis

Floureszenz -PDD

Flexible Ureterorenoskopie

ESWL-Stoßwellentherapie

Steinzertrümmerung von Nieren-, Blasen- und Harnleitersteinen mit Hilfe von Stoßwellen

  • ambulant durchführbar
  • minimal invasiv
  • bei kompletter Schmerzfreiheit

Botox

Häufig sind Behandlungen mit Medikamenten mit starken Nebenwirkungen verbunden. Mit der Botulinumtoxinbehandlung der Blase und Prostata bringen wir die Therapie ins Zielorgan, ohne dass belastende Nebenwirkungen auftreten (geeignet bei nervöser Reizblase, spastischer Blase, Prostataentzündung und -vergrößerung).